Deutsch-Französisches Forum: Arbeitsschutz über Grenzen hinweg
Risiken erkennen, Arbeitsschutz gestalten: Maschinensicherheit im Fokus
Jahr für Jahr verunfallen in Deutschland mehr als 100.000 Beschäftigte während ihrer Arbeit im Umgang mit Maschinen und Werkzeug derart, dass sie für mehr als drei Tage nicht mehr arbeitsfähig sind. Die Zahlen in Frankreich sehen nicht groß anders aus. Hinzu kommen Tag für Tag Unfälle und Beinaheunfälle, die nicht zu Ausfallzeiten führen, und Berufskrankheiten, die sich aus dem langjährigen Umgang an und mit Maschinen ergeben. Die Gefahren im Umgang sind dabei vielfältig und können sich aus der Arbeitsumgebung und der physischen Belastung über die bewegten Teile bis hin zu Elektrizität, Gefahrstoffen oder Lärm und Strahlung erstrecken.
Neben dem fehlenden Bewusstsein für Gefahren sind es vor allem Zeit- und Leistungsdruck, die einen manchmal auch Risiken auf Kosten der eigenen Gesundheit eingehen lassen. Wenn die Vorgesetzten das arbeiten an manipulierten Maschinen nicht ahnden oder die Manipulation sogar unterstützen, wird unsicheres Arbeiten an Maschinen zur Unternehmenskultur.
Und selbst wenn man alles richtig machen möchte, ist es nicht einfach, im Vorschriftendschungel in der EU, Frankreich und Deutschland durchzusteigen, was man von der Beschaffung der Maschine bis zur sicheren Verwendung auch nach Jahren im Betrieb beachten sollte. Das gilt sowohl für Unternehmen als auch allzu oft für die Überwachungsbehörden.
Das Forum soll hier ein wenig Licht ins Dunkel bringen und richtet sich daher an alle, denen das Wohl der Beschäftigten am Herzen liegt oder liegen sollte, vom Unternehmer über die Beschäftigten und deren Vertretungen bis zu den Fachkräften für Arbeitssicherheit und den Überwachungsbehörden in Deutschland und Frankreich.
Moderation: Anne THEVENET, Stellvertretende Direktorin, Euro-Institut
Eröffnung des Forums
◗ Huguette ZELLER, Conseillère Régionale Grand Est et Présidente de l'Euro-Institut
◗ Dr. Susanna THIELECKE, Ministerialdirigentin, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
◗ Angélique ALBERTI, Directrice régionale, DREETS Grand Est
Über Menschen und Maschinen: Eine Einführung
◗ Dr. Tatjana GEORGI, Aufsichtsperson, Berufsgenossenschaft Rohstoffe und Chemische Industrie
◗ Pierre-Yves ADAM, Ingénieur Conseil, CARSAT Alsace-Moselle
Manipulation von Schutzeinrichtungen an Maschinen
◗ Stefan OTTO, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Referat Industrial Security-Funktionale Sicherheit, Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
Von den Vorschriften zur Nutzung: Beispiele für die praktische Umsetzung in Unternehmen
1. Elektrowerkzeuge und Flurförderzeuge
Fokus 1 Schleif- und Sägemaschinen: Vorschriften, gute Praxis und Benutzung
Fokus 2 Gabelstapler: Vorschriften, gute Praxis und Benutzung
◗ Matthieu CABRERA, Responsable du Pôle Equipements de Travail et Ergonomie (ETE), Département Expertise et Conseil Technique (ECT), Institut national de recherche et de sécurité pour la prévention des accidents du travail et des maladies professionnelles (INRS)
◗ Jean-François HILD, Animateur Sécurité, Arcelor Mittal France, Vice-Président du CTNA (Comité technique National Métallurgie), Président du CTR 1 (Comité Technique Régional Métallurgie)
2. Ortsfeste Maschinen
◗ Ansgar BLOCH, Trumpf SE Ditzingen
◗ François DEPREZ, Responsable QHSEE, Trumpf Machines Sarl Haguenau
◗ Jean-Louis WINTER, Team Leader Usinage/Peinture, Trumpf Machines Sarl Haguenau
◗ Julia JAFFRAY, Chargée des Ressources Humaines, Trumpf Machines Sarl Haguenau
Abschluss
◗ Carine LOEWENGUTH, Ingénieure de prévention, DREETS Grand Est
◗ Samuel TRESP, Technischer Oberrat, Regierungspräsidium Freiburg
◗ Anne THEVENET, Directrice adjointe, Euro-Institut
Organisateurs / Veranstalter
Quelle Bilder: Euro-Institut

18.11.2025
Hauptsitz der Region Grand Est, Straßburg
Kontakt
Anne Thevenet
Stellvertretende Direktorin
Tel.: +49 (0) 7851 / 7407-28
E-Mail: thevenet@euroinstitut.org
Virginie Conte
Projektmanagerin
Tel.: +49 (0) 7851 / 7407-23
E-Mail: conte@euroinstitut.org
Arbeitsschutzsystem
Seit dem Jahr 1994 besteht der Lenkungsausschuss "Arbeitsschutz über Grenzen hinweg“, der unter der Koordination des Euro-Instituts Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Behörden und Institutionen am Oberrhein beiderseits der Grenze versammelt. Ein wichtiges Ziel dieser deutsch-französischen Zusammenarbeit ist, das Arbeitsschutzsystem des Nachbarlandes besser kennenzulernen und den Austausch von Informationen und "Best Practices“ im Arbeitsschutz zu fördern.
Der Lenkungsausschuss hat in diesem Jahr die Dokumentation "Arbeitsschutz über Grenzen hinweg - Behörden und Institutionen der deutsch-französischen Arbeitsgruppe" aktualisiert. Die PDF-Version steht Ihnen unter dem folgenden Link zum Download zur Verfügung.
Glossar "Arbeitsschutz"
Seit 1994 treffen sich die deutschen und französischen Akteure des Arbeitsschutzes, unterstützt durch das Euro-Institut, Institut für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, zum Austausch, um das gegenseitige Verständnis und eine bessere Zusammenarbeit zu fördern. Deshalb beschlossen diese Akteure, ein Glossar zu erarbeiten und regelmäßig zu ergänzen, in dem Wörter und Ausdrücke aus der beruflichen Praxis gelistet werden, für die es in bestehenden Werken keine relevanten Übersetzungen gibt. Das vorliegende Glossar erhebt somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dieses Instrument, das den im Bereich der Gesundheit und der Sicherheit am Arbeitsplatz tätigen Personen die Praxis erleichtert, möchten wir Ihnen heute in der vorliegenden Veröffentlichung zur Verfügung stellen.