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Rückblick auf die trinationale Fachtagung vom 10. Februar 2026 im Regierungspräsidium Karlsruhe
Luftqualität und Gesundheit: Präventive Maßnahmen zur Verringerung der Schadstoffbelastung in der Oberrheinregion
Die Fachtagung, die gemeinsam vom Expertenausschuss „Prävention und Gesundheitsförderung“ der Oberrheinkonferenz, dem trinationalen Kompetenzzentrum TRISAN und dem Verein ATMO Grand Est organisiert wurde, versammelte rund 70 Teilnehmende um ein zentrales Thema: die Luftqualität – ein wesentlicher Faktor der öffentlichen Gesundheit, der nationale Grenzen weit überschreitet. Verstehen, überwachen und grenzüberschreitend handeln ist unerlässlich, um die Bevölkerung der Oberrheinregion langfristig zu schützen.
Ein gelungener Tag, der das Bewusstsein für die gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung schärfte, innovative Lösungen zur Reduzierung von Schadstoffen hervorhob und den Austausch zwischen regionalen und lokalen Akteuren aus den Bereichen Gesundheit, Umwelt und Prävention förderte.
Die Fachtagung wurde von Lauréline FLAUX (Collectivité européenne d‘Alsace) und Anne DUSSAP (TRISAN) moderiert und wurde von Beiträgen französischer, deutscher und schweizerischer Expertinnen und Experten bereichert. ATMO Grand Est war mit den Beiträgen von Raphaèle DEPROST, Lisa GENTHON und Pauline ROMAIN stark in die Veranstaltung eingebunden.
Markus THOMAS (Regierungspräsidium Karlsruhe), Karine PAGLIARULO (Collectivité européenne d‘Alsace) und Etienne KOSZUL (ATMO Grand Est) eröffneten die Veranstaltung und legten die Grundlagen für eine gemeinsame Reflexion.
Mehrere Expertinnen und Experten traten auf, um:
- einen Überblick über die Luftqualität am Oberrhein zu geben: Raphaèle DEPROST, Lisa GENTHON (ATMO Grand Est)
- die nachgewiesenen Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die menschliche Gesundheit darzustellen: Dr. Sylvia MEDINA (Santé Publique France) und Dominik KRÜGER (Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg)
- Atmo Rhena Plus und die quantitative Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen vorzustellen: Pauline ROMAIN (ATMO Grand Est)
Der Nachmittag war drei besonders geschätzten thematischen Workshops gewidmet:
- Projekte im Bereich Mobilität: ZEO Carsharing (Thomas HOLLAND-CUNZ), Superblocks (Catherine HEINZER und Nicole MORELLINI, Kanton Basel-Stadt) sowie ein Projekt zum Filtern von Feinstaub aus Reifenabrieb (Clémentine FLOCON, Eurométropole Strasbourg).
- Präventions- und Sensibilisierungsmaßnahmen zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Luftqualität: CycleSense (Felix HÖRNER), Umweltstressoren und Influenza (Maxana BALTRUWEIT, AOK Baden-Württemberg), HOM'AIR (Lara JÜLG, Rheinland-Pfälzische Technische Universität), INTAIR'AGIR (Claudia FERRY und Martine OTT), Pollin'air, Air to go und Signal'air (Pauline ROMAIN, ATMO Grand Est).
- Das Virtual-Reality-Escape-Game LIFE V-aiR mit dem Team von ATMO Grand Est, Raphaèle DEPROST und Lisa GENTHON, das den Teilnehmenden ermöglichte, die Herausforderungen der Luftverschmutzung immersiv zu erkunden.
Wir sprechen dem Regierungspräsidium Karlsruhe unseren herzlichen Dank für den freundlichen Empfang aus, ebenso der Oberrheinkonferenz und TRISAN für ihre finanzielle Unterstützung. Dieser Tag zeigt einmal mehr die Stärke der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Dienste von Gesundheit und Umwelt. Eine inspirierende kollektive Mobilisierung für gemeinsames Handeln!
Foto: TRISAN/Euro-Institut