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Aktuelles

10.12.2025 12:28 Alter: 38 days

Personalbeschaffung auf beiden Seiten des Rheins!

Workshops und grenzüberschreitende Podiumsdiskussion zu HR-Fragen und künstlicher Intelligenz


Im Rahmen des Interreg-Projekts „Grenzüberschreitendenes Ressourcenzentrum für Beschäftigung”, eine Zusammenarbeit der Maison de l’emploi in und rund zwanzig Partnern, wurde am 24. November im KaleidosCOOP eine Veranstaltung zum Thema grenzüberschreitendes Recruiting organisiert.

Die von der Maison de l’emploi, der CCI Alsace Eurométropole und der IHK Südlicher Oberrhein organisierte Veranstaltung umfasste sechs Workshops zu grenzüberschreitenden HR-Themen, wobei der Schwerpunkt auf den rechtlichen und interkulturellen Herausforderungen der Arbeit in einem grenzüberschreitenden Kontext lag.

Anschließend folgte ein Afterwork zum Thema „Auswirkungen der künstlichen Intelligenz (KI) auf die Personalbeschaffung in Frankreich und Deutschland“: Drei erfahrene Referenten aus Deutschland und Frankreich gaben einen Überblick über den Stand der Integration von KI in die Personalbeschaffung: Dr. Jan-Arne Gewert (Gewert Consulting), Denis Ringeval (ehemaliger Personalchef und Mitgeschäftsführer von ADW, einem IT-Dienstleister, der Unternehmen bei ihrer Digitalisierung berät und begleitet) und Melanie Waldmann (Geschäftsführerin von Mayer Bährle, einem Bauunternehmen mit Sitz in Lörrach).

Alle betonten die rasante Entwicklung der Personalpraxis. Dr. Jan-Arne Gewert stellte die durch KI ermöglichten Produktivitätssteigerungen (+30 % Arbeitsvolumen, +20 % Qualität) und die Verbesserung der Bewerberselektion durch Anonymisierung und automatisierten Vergleich von Lebensläufen vor. Seiner Meinung nach werde der bevorstehende Wandel auf dem Arbeitsmarkt erheblich sein.

Denis Ringeval erinnerte jedoch daran, dass KI ein datengestütztes Werkzeug ohne Absichten oder Urteilsvermögen bleibe und unter menschlicher Kontrolle bleiben müsse. Er warnte vor den Risiken ungerechter Entscheidungen, wenn die Vorstellungsgespräche automatisierten Systemen überlassen würden.

Melanie Waldmann zeigte ihrerseits, wie KI ihr Unternehmen bereits optimiere: Normalanalyse, Machbarkeitsbewertung, persönliche Unterstützung und Wissenstransfer, um Zeit für Aufgaben mit hohem Mehrwert zu gewinnen.

Das Publikum sprach zwei zentrale Themen an: die Fairness zwischen Bewerber:innen, die KI nutzen, und solchen, die dies nicht tun, sowie die zunehmende Standardisierung von Bewerbungen.

Die Teilnehmenden waren sich jedoch einig, dass KI ein unverzichtbares Werkzeug sei, sofern die menschliche Dimension der Personalbeschaffung erhalten bliebe.

Die Veranstaltung endete mit einer Dankesrede und einem geselligen Buffet.


Kontakt

Rehfusplatz 11
D-77694 Kehl
Tel.: +49 (0) 7851 / 7407-0
Mail: info@euroinstitut.org

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